Computer-Aided Production Planning in Cold Forging

Computer-Aided Production Planning in Cold Forging

Computer-Aided Production Planning in Cold Forging M. Rebholz, lnstitut fur Umformtechnik, Universitat Stuttgart/West-Germany 0 - Submitted by K. La...

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Computer-Aided Production Planning in Cold Forging M. Rebholz, lnstitut fur Umformtechnik, Universitat Stuttgart/West-Germany

0

- Submitted by K. Lange ( 1 )

Einle itung

Die Miglichkeiten zur Ratisnalisierung der FertiBung beim KaltfiieRpressen s : n d weitgehend ausgesch6pft. Die Engpasse liegen heute bei der E r s t r l lung der Fertigungsunterlagen, im aereich der Angt>botsabwickl ung , Kons truktion und Arbei tsvorbereitung. Hier lassen sich nennenswerte Rationalisierungserfolge nur durch Rechnereinsatz erziflen.

Wirtschaftlicher Bereich '

mm

Scheren und Setzen

Da diese Planungsaufgaben auch in der Kaltmassivumformung uberwiegend formaler bzw. loqischer Art sind, bot sich die Entwicklung eines Programms zur rechnerunterstii7zten Erste 11 ung von Fertiyungsunterlagen an. NOACX I1 1 hat fur einseitig steigende rotationssymmetrische Voll- und Hohlk6rper pin Programmsystern z u r Arbeitsplanerstellung w d Kostenrechnung entwickelt. Die 2.T. s e h r h o h e n Anforderungen der Anwender machten pine Uberarbeitung dieses P r o grammsysterns erforderlich.

Wirtschaftlicher Bereich :

L 0

In diesem Beitrag wird ein beziiglich des zugelassenen Teilespektrums und der zugelassenen Umformverfahren erweitertes Programmsystem vorgestell t. Das Programm a r b e i tet i m Dialogbetrieb. Dadnirch 1st gewshrleistet, daR bereits wahrend des Programmlaufs vom Arbeitsplaner EinfluB auf die Auslogung des Arbeitsplans genornmen werden kann. I m folgenden werden die einzelnen Rausteine des Programmsystems vorgestellt.

1

Rohteilherstellung

Fur die Herstellung von Rohteilen fur die Kaltmassivumformung stehen i m wesentlichen die Verfahren - Sagen und Entgraten - Scheren, eventuell mit angeschlnssenem Setzvorp;ang, - Abstechen und - Ausschneiden zur Verfugung . Fur die GroRserienfcrtigung sind nur die beiden erstgenannten Verfahren von wirtschaftlicher Bedeutung. Beim Abstechen und Ausschneiden handelt es sich u m zwei Sonderverfahren, die nur sehr selten angewandt werden. Sie wurden r l e s h a l b im Pr.?gramsystem nicht berucksichtigt. Entscheidend bei der Auswahl des Verfahrens zur Rohteilherstellung sind die Herstellkosten. Diese hangen zum einen vom Rohteildurchmesser und zum anderen von der Stuckzahl ab. In einem Kostenvergleich wurden deshalb die Grenzstuckzahlen in Abhangigkeit vom Rohteildurchmesser bestimmt. Der Rohteildurchmesser wurde variiert von do = 10 mm bis do = 100 mm. Bild 1 zeiqt die Ergebnisse der Berechnungen. Die Grenzstuckzahlen liegen umso hoher je kleiner der : 100 mm Rohteildurchmesser ist. Wahrend bei Rohteildurchmesser die GrenzstUckzahldo bei 595 Stuck liegt, betragt sie bei do = 1 0 mm Rohteildurchmesser 4 850 Stuck. Diese GrenzstUckzahlen sind im Programmodui "Rohteilherstellung" einprogrammiert. Dadurch ermittelt das Programm fur die tatsachliche Stuckzahl in Abhangigkeit vom Rohteildurchmesser Aas jewsils gunstigere Verfahren.

Annals of the ClRP Vol. 29/1/1980

I

1

I

1000

2000

I

1

1

I

3000

Stick

5000

Stuckzahl B i l d 1: Kostenvergleich bei der Rohteilherstellung

Werkstuckbeschreibung

2

Der Programmodul "Werkstuckbeschreibung" basiert auf dem Rechenprogramm DREBES 121 , das am Institut fur Fertigungstechnik und spanende Werkzeugmaschinen an der Technischen Univrrsitat Hannover entwickelt wurde. Das Programm arbeitet im Dialogbetrieb. Die Werkstuckbeschreibung beginnt mit der Eingabe einiger organisatorischer Daten, wie Name des Bearbeiters, Werkstuckbezeichnung und Werkstucknummer. Die Eingabe der Werkstuckgeometrie erfolgt mit Hilfe von Formelementen. Die einzelnen Formelemente konnen entweder mit einem dreistelligen Zahlencode oder mit einem mnemotechnischen Kurzel (2.B. P fur Planflache, Z f u r Zylinrlcr. K f i r Kegelstumpf) bescnrieben werden.

1 W

I

I

!

I

P. Plantluchc

----

i n i h

Rild 2: Rechnerunterstutzte Arbeitsplanerstellung - Werkstuckbeschreibung mit Hilfe von Formol-m-nt+n

173

€in Beispiel fur die Aufteilung der Werkstuckgeometrie in einzelne Formelemente ist in Bild 2 dargestellt. Die Beschreibung beginnt an der linken Werkstuckkante mi? e i n r r Planflachc. Zur vollstlndigen Beschrelbung dieser Flache genugt neben der Eingabe von P die Angabe des AJRendurchmessers. Zur vollstandigen geometrischen Definition des darauffolgenden Zylinders (Eingabe yon Z ) gen3gt die Angabe der Zylinderlange, da der Durchmesser bereits bei der Beschreibung der Planfiache angegeSen wurde. Beim Kegelsrumpf genugt dementsprechend die Angabe der Llnge und dss Enddurchmessers.

Stoffe die am haufigsten verwendeten Werkstoffe ermittelt werden. Zu diesem Zweck wurde bei einigen bedeutenden KaltflieRpressereien der Bundesrepublik 3eutschland eine Firmenbefragung durchgefUhrt. Die Befragung ergab, daB m:t nur 11 Werkstoffen (Bild 4 ) bereits uber 90% des gesamten Yerkstoffverbraucis dieser Firmen abgedeckt wird. 3eshalb erschien es ausreichend, wenn dies? Yerks t o f f a in der Datei b2r:dcksichtigt werden. FUr diese Yerkstoffe wurden die f u r die Aus1egur:g von Arbeitsplanen wichtigen verfahrensabhlngigen und allgemeinen Kennwerte (Bild 5) erfaRt.

1st das Werkstiick vollstandig beschrieben, kdnnen - falls erforderlich - einzelne Fertigungselemente eingefLigt, gel8scht oder geandert werden. Diese Maglichkeit dient zur Korrektur von Eingabefehlern aber auch zur Modifikation eines fruher eingegebenen ahnlichen Werkstucks.

W

5

VOll-

niax. luerschnittsabnahme

VorwiirtsFI ieBpressen

MX.

Unformgrad

mx.

Querschnittsabnahme

riax.

Querschni ttsabnahme

MX.

Urnformyad

Y W

3

ArbeitsplanerstellunK

3.1

Technologische Voraussetzungen und Annahmen

Um den Bearbeitungsaufwand und die Programmgr8Re, letzteres vor allem im Hinblick auf eine mogliche Installation euf einem Kleinrechner, in vertretbaren Grenzen zu halten. muRten einige Voraussetzungen und Annahmen getroffen werden. die im folgenden beschrieben werden sollen.

r

m

L

I

AbstreckGleit-

I

ziehen

Zugelassenes Teilespektrum

3.1.1

Streckgrenze

Das zugelassene Teilespektrum wurde beschrankt auf rotationssymmetrische Voll- und Hohlk6rper mit einseitig oder zweiseitig steigender Mantellinie (Bild 3). Die Deckflache der Werkstucke wird als plan vorausgesetzt.

Zugfestigkeit

Temperatur fur Weichund Normalgluhen

Zugelassene Werkstoffe, Werkstoffkennwerte

3.1.2

Da viele Verfahrensgrenzen werkstoffabhangig sind, erschien es zweckmanig, in einer Werkstoffdatei die Werkstoffkennwerte abzuspelchern.

F I ieRkurve

Aus RucksiCht auf die DateigroRe muRten zunachst aus der Fiille der auf dem Markt angebotenen Werk-

I

I

1

I

IIontel!inie

einseitip rleigcnd rreiseitig steigend nlcht einfoch nchrfoch einfoch nehrfach ste’gend obgesetzt obgrselzt obgrsetrt obgesetzt

I

Bild 5 : Rechnerunterstutzte Arbeitsplanerstellung - erfaRte Werkstoffkennwerte Diese Werkstoffdatei ist erweiterungsfahig. sowohl hinsichtlich der berilcksichtigten Werkstoffe, als auch hlnsichtlich der erfaRten Werkstoffkennwerte. 3.1.3

Zugelassene Umformverfahren

Die in der Massivumformung z u r Verfiigung stehenden Umformverfahren lassen sich nach [I] in drei Grup-

1

Zugelassene Umformverfahren

Bild 3 : Rechnerunterstutzte Arbeitsplanerstellung - zugelassenes Teilespekt rum

Q S t 32

-

3

Vol 1- und Hohl korper

Hohlkorper

Vol1 -Vomarts-FI ieOpressen

Hohl -Vomarts-F1ieflpressen

Voll-Ruckwarts-FlieRpressen

Hohl-Riickwarts-Fliebpressen

------.Verjungen in Verjungen gegen

3 W

I

Stempelrichtw

Stauchen Nachpressen

-----------

Bild 4 : Rechnerunterstutzte Arbeltsplanerstellung - berucksichtigte Werkstuckwerkstoffe

174

-----

Abstreck-Gleitziehen

-----Napf-Vomarts-F1 iebpressen Napf-Ruckwarts-F1ieBpressen

-----Lochen

--

Bild 6: Rechnerunterstutzte Arbeitsplanerstellung - zugelassene Umformverfahren

Zusammenfassenb crgiht. sish hiemi t, fnlgends P r i q ritatsliste:

pen aufteilen: Gruppe 1 : Verfahren mit Q u e r s c h n i t t s v e r m i n d e r u n g - FlieRpreBverfahren - Verjungen - Abstreck-Gleitziehen Cruppe 2: Verfahren mit - Stauchen

QUerSChnittSVergrSRerlJng

Gruppe 3: Verfahren ohne OUerSChnittSdnderlJng - Nachpressen Eine bersicht Uber die im Programmsystem zugelassenen Umformverfahren gibt aild 6. Es ist darauS zu erkennen, daR alle drei Cruppen vollstandig vertreten sind, und daR bei den FlieRpreRverfahren mit Ausnahme der hydrostatischen Verfahren alle in DIN 8583 [31 zur Herstellung von rotationssymmetrischen Werkstiicken aufgefuhrten Verfahren beriicksichtigt sind. Dadurch ist gewahrleistet, daR seitens der zugelassenen Umformverfahren keine Einschrankung der Anwendbarkelt des Programmsystems besteht.

VerfShrenskombinationen : - FlieRpressen mit FlieRpressen - FiieRpressen mit Verjungen - FlieRpressen mit Stauchen - Verjiingen mit Stauchen - 'v'erjungenmit Verjungen E in z e 1ve r fah rer: : - FlieRpressen - Verjungen - Stauchen - Nachpressen.

Berucksichtigte Yerfahrensgrenzen

I--

I

Verfahren

(

Yohlkorper ;

Yerfahrensgrenzen

Un.forriqrad

3.1.4

Hohl-ClieRpresser

Prioritatsliste der Umformverfahren

Da die rechnerunterstiitzte Arbeitsplanerstellung einem strengen Berechnungsschema unterworfen ist, war es notwendig, die zugelassenen Umformverfahren zunlchst nach Prioritlten zu ordnen. Dadurch konnte sichergestellt werden, daR die Fertigungsverfahpen in der technisch richtigen Reihenfolge angewendet werden, und daR das Programmsystem den jeweils "optimalen" Arbeitsplan ermittelt. Unter einem "optimalen" Arbeitsplan wird der Arbeitsplan verstanden, der die wenigsten Fertigungsstufen zur Folge hat. AUS wirtschaftlichen Gesichtspunkten sind die Verfahrenskombinationen am giinstigsten, da mit ihnen im allgemeinen zwei Fertigteildurchmesser in einer Umformstufe hergestellt werden kiinnen. Sie stehen deshalb in der Prioritatsliste vor den Einzelverfahren. Aus verfahrenstechnischen Criinden mussen die Kombinationen, die einen FlieRpreRvorgang beinhalten, an erster Stelle stehen. An zweiter Stelle stehen die Kombinationen. die das Verjlingen enthalten. da dieses Verfahren sowohl mit sich selbst, als auch mit verschiedenen FlieQpreRverfahren und mit dem Stauchen kombiniert werden kann. Es stellt somit das Verfahren mit den melsten Kombinationsmoglichkeiten dar. An die Verfahrenskombinationen schlieRen sich die Einzelverfahren an. Auch hier stehen aus technischen Griinden die FlieRpreRverfahren an erster Stelle. Danach folgen das Verjungen, dann das Stauchen und zum SchluR das Nachpressen.

Berucksichtigte Verfahren

!rfahrensqrenzen

Vollkorper

Verfahrensgrenzen

RohteillSngelRohteildurchmesser Umformgrad

-----

Matrizenaffnun?swinkel

Ausknicken

-

Umforegrad

Stauchen

---_.---

rclotive Ouerschnittsanderung

lapf-F1iespressen

~iapftiefe/lnnendurchmesser

Bodendicke

-------

---- ---

Ur!fori:lqrad

AbstreckGleitziehen

%trizenbffr.unqswinkel

-------

--Lochen

3.1.5

Bodendicke/Lochdurchnlesser

Berucksichtigte Verfahrensgrenzen

Die bei den einzelnen Umformverfahren beriicksichtigten Verfahrensgrenzen sind in Bild 7 fiir die Vollkorperherstellung und in Bild 8 fur die Hohlkorperherstellung aufgefiihrt. Es wurde versucht, moglichst viele Verfahrensgrenzen im Program zu berucksichtigen.

Matrizenoffnungswinkel

-------Verjungen

RohteillanqejlnnendurchWsser

I m Hinblick auf die zu erwartende ProgrammgroRe muRte aber auf die Seriicksichtigung einiger Verfahrensgrenzen verzichtet werden. AuRerdem wird bei der aerechnung der Arbeitsfolge davon ausgegangen, daB die Rohteile so bearbeitet uurden, daR sie fur den entsprechenden Umformvorgang auch geeignet sind. Dies gilt insbesondere fur das Verjiingen und das Napf-FlieRpressen; hier werden gesetzte bzw. gratfreie Rohteile mrausgesctzt.

)

Urnformgrad Voll -F1 iebpressen

!
Rohteill;inge/Rohteildurchmesser Flanschdicke/Flanschdurchwsser

dild 7: Rechnerunterstiitzte Arbeitsplaneratellung - berticksichtigte Verfahrensgrenzen bei der Vollkorperherste 11ung

3.2

Programmablauf

Die Berechnung des gesamten Arbeitsplans laBt sich in funf Stufen aufteilen (Bild 9): 1. Eingabe der Werkstuckgeometrie und des Werks tiickwerkstoffs . 2. Berechnung der notwendigen Arbeitsfolgen (einschlieRlich Warme- und Oberflachenbehandlung) fur alle Fertigteildurchmesser als mogliche Rohte ildurchmesser Hierbei ist jedoch zu beachten. daR es sehr schwierig ist, allgemeingiiltig festzulegen, ob vor einer Umformstufe eine Oberflachenbehandlung durchgefuhrt werden sol1 oder nicht, da es fur den richtigen Zeitpunkt einer Oberflachenbehandlung keine mathematisch fanbaren Kriterien gibt. ES werden deshalb in der Arbeitsfolge die Oberflachenbehandlungen nur vorgeschlagen und nicht fest vorgegeben. Es ist dann dem Anwender iiberlassen, ob er die Oberflachenbehandlung an der vorgeschlagenen Stelle der Arbeitsfolge oder an einer anderen Stelle der Arbeitsfolge wiinscht, oder ob e r sie ersatzlos gesrrichen haben will. Auf die weitere Arbeitsfolge hat

.

175

teildurchmesser als mogliche Rohteildurchmesser

I

1

I

nei n

Mit einer Arbeitsfolue einverstanden ?

-

I

Festleymf auf eine Arbeitsfolge

I

Berechnuna der notwendioen Arbei tsfolge

Berechnuna der VorgangskenngrGDen

II

I

I

1

I

/ I neini

<+>

Ausdrucken des ausfuhrlichen Arbeitsplans

/ r

ja

Mit einer Arbeitsfolpe einverstanden ? nei n

Arbeitsplan technisch durchfuhrbar ?

t es veitere mogliche Rohteildurchmesse

I

Berechnunq der Herstellkosten

1

I

nein

3 Werkstuck nicht herstellbar

Ausdrucken der Herstel1 kosten 1

+) 3ild 3 : Rechnerunter;t,~tztPArbeitsplanerstellung diese Entscheidung keinen EinfluR. Sie schlagt sich lediglich in der Hohe der Herstellkosten nieder. Zur richtigen Berechnung der HerstellZosten muJ3 deshalb der Anwender die Anzahl a:l e r gewunschter Oberflachenbehandlungen eingeben. 3 . Falls der Anwender mit keiner der unter Punkt 2 berechneten Arbeitsfolgen einverstanden ist, wlrd er aufeefordert, einen oder mehrere ihm gunstiger erscheinende Rohteildurchmesser einzugeben. Cur diese werden dann wieder die erforderlichen Arbeitsfolgen berechnet. 4 . Der Anwender m u 8 sich nun fur eine Arbeitsfolge entscheiden, fLir die dann folgende Vorgangskenngroaen berechnet werden: - Werkstikkabmesscngen - Urnformgrad - FlieRspannung - Umformkraft - Urnformarbeit - lirnformweg. 5. Sofern der Arbeitsplan technisch durchfuhrbar ist, werden dann im letzten Schritt die Herstellkosten berechnet. 4

-

Ablaufschema des Programmsystems

_ _ _ _ _ _ _ _ ~ ~ ~

#a ter id 1qelaeinkfls Tm

e

! t-t 1 ylllqr 10'111

1

I

iht w i d 1 qeiiieinkosten

1 w t iqlrnlslohr,

I

I

Berechnung der Herstellkosten

Zur Berechnung der Herstellkosten stehen verschiedene Berechnungsverfahren zur Verfiigung. Da es sich bei der Kaltmassivumformung um eine ausgesprochen kapitalintensive Fertigung handelt, stellt der Fertigungslohn keine geeignete Basis zur Verteilung der Gemelnkosten dar. Die Platzkostenrechnung [ 4 1 ermaglicht dagegen bei einer kapitalintensiven Fertigung eine verursachungsgerechte Verteilung der Gemeinkosten auf die einzelnen Kostentrager. Der groBte Teil der Fertigungsgemeinkosten wird mit Hilfe der Maschinenstundensatzrechnung [51 ermittelt. Bild 10 zeigt die einzelnen Bestandteile der Herstellkosten und die Eingliederung des Maschinenstundensatzes in dieses Kalkulationsschema. Als Beispiel fur die Kostenrechnung, basierend auf diesem Kalkulationsschema, sind in Bild 11 [61 die Herstellkosten fur verschiedene Fertlgungsmoglichkeiten eines einfachen rotationssymmetrischen Werk-

176

Btld 10: Schema fiir die Berechnung der Herstellkosten in der Kaltmassivumformung

stucks uber der Stiickzahl aufgetragen. Zum Vergleich zu den umformtechnischen Fertigungsvarianten sind noch die Herstellkosten fiir die spanende Fertigung (Kurve 4 ) eingetragen.

Uic EercChn,mg begiririt. mi t d e n H o h t e i l d u r c h r n c s s e r d = 50 mm. D ~ sPrograrnm e r v i t t e l t e i n e Verfahrensx mb i n a t i xi a I I s V 9 i 1- Vo rwa r t s F i i e iip re s R P ~und V e rjir.gen. F U r den Rahteilciurchnesscr d 30 mm n r h a l t . man d i e Arte i t s f c 1gc V e r j:ingen lund'ansch 1 i c Rerides :tauc h e n d e s 3 u r c h m e s s ' > r s d = 5 0 mm. ' d i r d a i s R o h t e i l d u r ? h m ~ s s e r d = 26 mm g e w a h l t . kann d a s Y e r k s t i i c k :n e i c e m S % J c ! ? * m r ~ a n g hsrqe5 t e 11 t w-1.4-11.

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.Atui'grund d i e s e r E r g e b n i s s e kanri d e r A r b e i t s p l a n e r en'scheiziec, Qb e r fir e i n e d i e s e r A r t e i t s f o l g e n .iie V3rgangskenngroDen berechnet haijen m o c h t e , sder ,>3 noch a n d e r e Roh'si!durchmesser Serijcksicht l g t . srerrien s o l i e n .

--

.

0

Werkslofl O S l 3 2 - 3 (tin81

W I

75

t

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Nochpressen 2 Vollvorworlsllidlpresscn 150' 3 Wwrwortsllienpressm 150' rponendc Nachbearbeituq Werkslofl Ck 35 6 Sponen ouf Sechsspindeldrehoulomol I im Ooppellokl 1 outoa Waksluckhondhobung, lweischicntbrlrieb

I 160

1

25

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63

103Stk

I

Auf tragsgriiRe B i l d 11: K o s t e n v e r g l e i c h v e r s c h i e d e n e r ?ert i g u n g s v e r f a h r e n am B e i s p i e l e i n e s r o t a ' i o n s s y m m e t r i s c h ~ n Wsrkstijcks

5

w i e l zur rechnerunterstutzten Arbeitsp I ane r s t e 1l u n g

Beispiel ( B i i d 1 2 ) sol1 i m f o l gender] d a s Kerrist.ijck d e s Programmsystems. d i e Ber e c h n u n g d e r A r b e i t s f o l g e , v o r x e s t e l l t werden. 9 s h a n d e l t s i c h um e i n e z w e i f a c h a b g e s e t z t e Y c l l e *us darn W e r k s t o f f Ck 1 5 . An e i n e m e i n f a c h s r i

ZusemmenfassunR

3as i n d i e s e m Be.; t r a g v o r g e s t e l l t e Programmsystem 5 l g n e t s i c h z u r r e c h n e r u n ~ e r s t i j t z t e n Auslegung von A r b e i t s p l a n e n fur d i e F e r t i g u n g 'Jon r o t a t i o n s s y m n e t r i s c h e n Voil- und H o h l k o r p e r n n i t H i l f e d e r 'lerfahren d e r Kaltrnassivumformung, b e g i n n e n d b e i d e r R o h t e i l h e r s t e l l u n g u b e r d i e Berechcung d e r A r b e i t s f o l g e und d e r VorgangskenngrERen b i s h i n z u r a o r e c h n u n g d e r H e r s t e l l k ~ s t e n . Es s t e l l t d a m i t e i n .wLcht i g e s H I 1 f s m i t L e 1 i n d e r A r b e l t s v o r S e r e i t u n q .?at-. Die b e r e c h n e t e n ArSeitspLane konnen j e d o c h n u r e i n e Oiskussionsgrundlage fur d e n A r b e i t s p l a n e r d a r s t e l l e n . S i e s i n d n i c h t b i s i n a l l e Details a u s g e r e i f ' t . da v i e l s K r i t e r i e n , d i e den A r b e i t s pian beeinflussen. mathematisch nicht srfaRbar s i n d (And s o m i t n i c h t i n eir: Rschmprogramrn p i n g e a r b e i te t .wsrdcri kijnrien. Trotzdem b a d e i l t e t d i e r e c h n e r u n t e r s t u t z t e A r b e i t s p l a n e r s t e l l u n g e i n e w e s e n t l i c h e E r l e i c h t e r u n g fijr den A r b e i t s p l a n e r , d a s i e i h n von l a s t i g e n R n u t i n e a r b e i t e n b e f r e i t und ihm somit inehr Z e i t f u r d i e r e i n s c h i p f e r i s c h e n T l t i g k e i t e n iaiRt.

Das Programm b e r e c h n c t f u r a l l e F e r t i g t e i l d u r c h r n e s ser a l s m o g l i c h e R o h t e i l d u r c h r n e s s e r d i e e r f Q r d e r l i chen A r b e i t s f o l g e n . jchrifttum Werksloff

t k 15

-

[l]

Noack. P. : R e c h n e r u n t e r s t , u t z t e Arbei t s p l a n e r s t e l l u n g und K o s t e n b e r e c h n u n g beirn Kaltmassivumformen von S t a h l . B e r i c h z ? a u s dom I n s t i l . u t f u r Umformtechnik. i l n i v r r s i t a t S t u t t p;art, Nr. 48. E s s e n : ' J e r l a g Y. G i r a r d e t 1 9 7 9 .

[2]

Ehrlich, H.; Meyer, K.-D.; Prack, K.-W.: R c c h n c r ' i n t c r s t u t z t e Arbei t s p l a n u n g i n m i t t leren Untsmehmen. Ind.-Anz. 101 (1979) Nr. 46. S. 49-50.

ARBEITSFOLGE FUER 0 = 50000 M M ROHTEILOURCHMESSER:

[3 I

9714 8583 : F e r t i g u n g s v e r f a h r e n 1. Ausgah.?., 1 0 7 0 .

I41

Nowak, C. : Das K o s t e n d e n k e n d e s I n g e n i y u r s . D u s s c l i o r f : VDI-Verlag 1968.

(51

V D I - R i c h t l i n i e 3258: K o s t e n r e c h n u n g m i t Mas c h i n e n s t u n d e n s a t z e n . D u s s e l d o r f : VDI-Verlag 1962.

[61

Lange, K . ; G l o c k l , H . ; R e b h o i z , M . : Verander u n g d e r H e r s t e i l k o s t e n s p a n e n d und umformend g e f e r t i g t e r g l e i c h e r Werkstiicke b e i E r hohung i e r Energiekosten. 'dt-2. f. i n d . F e r t i g . 5 9 (19793 Nr. 9 , S. 5 2 1 - 5 2 5 .

._ IV ARBEITSFOLGE

-a-

10 15

SO

VERFAHRENSKOMBINATION : VOLL-VORWAERTSUNO V E R J U E N G E N

F L I E S S P R E S S E N

ARBEITSFOLGE F U E R 0 ROHlE I L D U R C H M E S S E R :

:

30.000 M M

Druckurnformen.

VERJUENGEN S T A U C H E N A l l E R DURCHMESSER GROESSER D = 30.000 M M A R B E I T S F O L G E F U E R D = 26.000 M M ROHTEILDURCHMESSER:

S 1 A U C H E N A l l E R DURCHMESSER GROESSER 0 = 26 000 M M

Bild 12: Rechnerunterstutzte Arbeitsplaners t e l l u n g - B e i s p i e l f u r d i e Berochnung rier Arbei t s f a l E e

177