Der Einfluss eines handballspezifischen Belastungsprotokolls auf den Gelenkstellungssinn im Schulter-, Hüft- und Kniegelenk bei männlichen Handballprofis

Der Einfluss eines handballspezifischen Belastungsprotokolls auf den Gelenkstellungssinn im Schulter-, Hüft- und Kniegelenk bei männlichen Handballprofis

€ 26. GOTS-KONGRESS, 17. - 18. JUNI 2011 IN MUNCHEN - ABSTRACTS europa¨ischen Profiligen, ließ sich durch diese Studie nicht besta¨tigen. doi:10.1016...

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€ 26. GOTS-KONGRESS, 17. - 18. JUNI 2011 IN MUNCHEN - ABSTRACTS

europa¨ischen Profiligen, ließ sich durch diese Studie nicht besta¨tigen. doi:10.1016/j.orthtr.2011.03.011

V10 Der Einfluss eines handballspezifischen Belastungsprotokolls auf den Gelenkstellungssinn im Schulter-, Hu¨ft- und Kniegelenk bei ma¨nnlichen Handballprofis Dr. med. univ. Christoph Thaler*, D. Niederseer, H. Mo¨rtl, A. Egger, M. Liebensteiner, C. Raschner, J. Niebauer Paracelsus Medizinische Universita¨t Salzburg, Mu¨llnerhauptstr. 48, 5020 Salzburg, Austria E-Mail: [email protected] Fragestellung: Der Gelenkstellungsinn (joint position sense, JPS) wird als die Fa¨higkeit einer Person, die Position seiner Gelenkelemente im Raum wahrzunehmen, definiert. Eine Ermu¨dung des JPS erho¨ht das Risiko fu¨r Verletzungen. In der vorliegenden Studie untersuchten wir den Einfluss von Ermu¨dung auf den Gelenkstellungssinn bei Profi-Handballern durch ein standardisiertes handballspezifisches Belastungsprotokoll. Methodik: Die 18 ma¨nnlichen Athleten absolvierten nach einem standardisierten Aufwa¨rmprogramm folgendes handballspezifisches Belastungsprotokoll (Dauer 45 min 27sec), das sich an der aktuellen Literatur u¨ber Charakteristika von Handballspielen bei ma¨nnlichen Profis orientierte und ein Bundesliga-Spiel simulieren sollte: 81 Antritte, 9 Wu¨rfe, 18 Spru¨nge, 180 Ballkontakte, 234 Richtungsa¨nderungen, 225 Tempowechsel mit einer Gesamtstrecke von 4680 m. Vor und

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nach dem Belastungsprotokoll wurden evaluiert: das subjektive Belastungsempfinden (nach BORG), Sprintleistungen u¨ber 10 und 20 m, das Ko¨rpergewicht und Winkelreproduktionstests mittels eines Gravita tions-Inklinometers (Plurimeter ) an beiden Knien, Hu¨ften und Schultern. Ergebnisse: Das Belastungsprotokoll wurde bei einer mittleren Herzfrequenz von 145 (SD 16) bpm durchgefu¨hrt. Die Spieler nahmen im Schnitt 0,90 kg (SD 0,31kg) ab, was 1,1% (SD 0,39%) des Ko¨rpergewichts entspricht. Das subjektive Belastungsempfinden wurde mit einer Zunahme von 6 (SD 1,7) Punkten auf der Belastungsempfindungsskala nach Borg angegeben. Die Sprintzeiten u¨ber 10 m und 20 m zeigten keine Vera¨nderung nach der Belastung. Der JPS des Knies a¨nderte sich nicht (pra¨ 6,48 4,78, post 7,383,58, p = 0,561), wogegen jener der Hu¨fte sich signifikant verschlechterte (pra¨ 2,882,18, post 6,184,38, p = 0,004).Die Evaluation der Schultern ergab eine signifikante Verschlechterung um 3,585,88 (pra¨ 5,383,18, post 8,884,98, p = 0,023), wobei sich kein Unterschied zwischen dominanter und nicht-dominanter Schulter ergab. Durchschnittlich verschlechtern sich die Athleten von 29,228 (SD 13,38) auf 40,88 (SD 17,08) (p = 0,03), das entspricht +11,68 (SD 19,28) oder 36,7%. Diskussion und Schlussfolgerung: Die Herzfrequenz, die hochsignifikante Gewichtsreduktion und das subjektive Belastungsempfinden demonstrieren eine Belastung, die der eines Profi-Handballspiels entsprach. Die Athleten zeigten konstante Sprintzeiten, was auf ein ausgezeichnetes Niveau der Schnellkraft durch jahrelanges Training hinweist. R

Der JPS in der Schulter und Hu¨fte verschlechterte sich signifikant, wa¨hrend keine signifikanten Vera¨nderungen am Knie festgestellt wurden. Dies ko¨nnte anatomisch begru¨ndet sein, da Hu¨fte und Schulter muskelgesicherte Gelenke sind, wa¨hrend das Knie bandgesichert ist. Die dominante Schulter zeigte zur nicht-dominanten Schulter keinen Unterschied. Weitere Studien mit einer gro¨ßeren Probandenzahl erscheinen wu¨nschenswert. doi:10.1016/j.orthtr.2011.03.012

Thema: VKB/Sportfa¨higkeit nach Kniechirurgie V11 U¨ber den optimalen Zeitpunkt zur Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes Patrick Sadoghi*, G. Gruber, N. Kastner, A. Leithner, A. Kroepfl, M.F. Fischmeister Universita¨tsklinik fu¨r Orthopa¨die und orthopa¨dische Chirurgie Graz, Auenbruggerplatz 5, 8036 Graz, Austria E-Mail: [email protected] Fragestellung: Unser Ziel war die Beurteilung eines mo¨glichen Benefits einer fru¨hen Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes (VKB), weniger als drei Monate posttraumatisch, im Vergleich zu einer spa¨ten Rekonstruktion die erst nach drei Monaten erfolgte. Die Studienhypothese war, dass die Patienten durch eine fru¨he VKB-Rekonstruktion in der Ligamentum-patellae-Einbu¨ndel (LP-EB)und Semitendinosus-gracilis-Zweibu¨ndeltechnik (ST-ZB) ein besseres, mittelfristiges, klinisches Ergebnis erzielen wu¨rden.