Klinische Ergebnisse des arthroskopischen “Popliteus Bypass Graft” im Vergleich zur extraanatomischen Larson-Technik bei posterolateraler Rotationsinstabilität des Kniegelenks

Klinische Ergebnisse des arthroskopischen “Popliteus Bypass Graft” im Vergleich zur extraanatomischen Larson-Technik bei posterolateraler Rotationsinstabilität des Kniegelenks

ABSTRACTS – GOTS-KONGRESS Sports Orthop. Traumatol. 32, 191–219 (2016) Seitenband und der Kraft, die zwischen Kapselregionen € ubertragen wurde. Die ...

42KB Sizes 3 Downloads 34 Views

ABSTRACTS – GOTS-KONGRESS Sports Orthop. Traumatol. 32, 191–219 (2016)

Seitenband und der Kraft, die zwischen Kapselregionen € ubertragen wurde. Die anterolaterale Kapsel selbst erfuhr kleinere Kr€afte als alle anderen getesteten Strukturen (p < 0,05). Als Reaktion auf eine anteriore tibiale Kraft im VKB-defizienten Knie in 308 Knieflexion war die Kraft, die zwischen Kapselregionen € ubertragen wurde, 434 % gr€ oßer als die Kraft in der anterolateralen Kapsel selbst (p < 0,05). Die Kapsel tr€agt vernachl€assigbare Kr€afte in L€angsrichtung, was darauf hindeutet, dass ein ALL nicht als ein traditionelles Band, welches Zugkraft entlang seiner L€ange tragen w€ urde, existiert. Die anterolaterale Kapsel sollte daher eher als ein Gewebeverbund betrachtet werden, der ein R€ uckhalt von interner Rotationsbelastung der Tibia im intakten Knie und ein R€ uckhalt von anteriorer tibialer Kraft im VKB-defizienten Knie ist. Chirurgische Rekonstruktionstechniken sollten an die biomechanische Funktion der anterolateralen Strukturen angepasst werden, um eine anatomische und physiologische Rekonstruktion zu gew€ahrleisten. €sselwo €rter: Schlu Anterolaterale Kapsel, Anterolaterales Ligament, Vorderes Kreuzband, Biomechanik, In-situ-Kr€afte http://dx.doi.org/10.1016/j. orthtr.2016.03.042

HT06-47 Klinische Ergebnisse des arthroskopischen ‘‘Popliteus Bypass Graft’’ im Vergleich zur extraanatomischen Larson-Technik bei posterolateraler Rotationsinstabilit€at des Kniegelenks T.C. Drenck1, A. Preiss1, R. Akoto1, M. Heitmann1, M. Herbort2, C. Domnick2, K.-H. Frosch1

218

1

Asklepios Klinik St. Georg, Chirurgisch-Traumatologisches Zentrum, Hamburg, Germany Klinik f€ur Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universit€atsklinikum M€unster, M€ unster, Germany 2

E-Mail: [email protected] Fragestellung: Bei der hinteren Kreuzbandverletzung (HKB) kommt es h€aufig zu einer Verletzung der posterolateralen Ecke PLC), deren komplexe Anatomie und biomechanische Bedeutung erst in den letzten Jahren deutlich gemacht wurde. Meist erfolgt die Rekonstruktion durch eine arthroskopische HKBPlastik und eine minimal-invasive, extraanatomische Augmentation nach Larson. Mit anatomischen Techniken werden bessere Ergebnisse berichtet, zur Durchf€uhrung sind jedoch offene und aufwendigere Operationstechniken erforderlich. Im Vorfeld der vorliegenden Studie wurde eine neue arthroskopische Technik entwickelt die PLC anatomisch zu rekonstruieren (Popliteus Bypass Graft), diese wurde nun in einer klinischen Studie mit den Ergebnissen einer Larson Rekonstruktion verglichen. Methodik: Es wurden insgesamt 36 Patienten mit arthroskopischem ‘‘Popliteus Bypass Graft’’ versorgt (Gruppe I). Ferner wurden sechs Patienten mittels extraanatomischer Larson-Plastik versorgt (Gruppe II). Beide Gruppen wurden ein Jahr postoperativ im Rahmen einer Follow-up-Untersuchung wie folgt evaluiert: - Klinische Scores (Lysholm, Tegner) - Subjektive Scores (0-10) zu Funktion (0 gut, 10 schlecht) und Schmerzen (0 kein Schmerz, 10 starker Schmerz)

€r - Gehaltene R€ontgenaufnahmen fu die hintere Schublade mittels TELOS-Ger€at. Ergebnisse und Schlussfolgerung: Gruppe I: Bisher konnten 15 Patienten nachuntersucht werden. Mittleres Alter betrug 37,7 ( 13,1) Jahre, mittlerer BMI 27,4 ( 4,4). Die durchschnittliche Zeit vom Trauma bis zur OP lag bei 17,5 Monaten. Gruppe II: Es wurden 6 Patienten nachuntersucht. Mittleres Alter: 39,5 ( 14,9), mittlerer BMI: 29.4 ( 6,3). Durchschnittliche Zeit vom Trauma bis OP: 7,8 Monate. Gruppe I erzielte h€ohere Werte im postoperativen Lysholm Score mit 86,6 ( 12,3) (Gruppe II: 71,3  15) sowie einen geringeren Aktivit€atsverlust im Tegner Score von 5,8 ( 1,7) pr€aoperativ zu 4,8 ( 1,1) postoperativ (Gruppe II pr€aoperativ 5,3  1,0 postoperativ 2,3  1,2). Die gehaltenen Aufnahmen in Gruppe I zeigten eine st€arkere Minderung der hinteren Schublade im Vergleich zu Gruppe II. a)Pr€aoperativ, b)Postoperativ Gruppe Ia)13,1  1,9b)3,1  2,4 Gruppe IIa)15,8  2,7b)7,3  2,1 In den subjektiven postoperativen Scores (VAS) gab Gruppe I eine Funktion von 2,1  1,6 (Gruppe II 2,6  0,9) sowie postoperative Schmerzen (VAS) von 1,7  1,5 (Gruppe II 3,2  2,5) an. Trotz kleiner Fallzahlen scheint die vorgestellte arthroskopische Tech-nik f€ur die anatomische Rekonstruktion des Popliteuskomplexes der extraanatomischen Augmentation nach Larson hinsichtlich des klinischen Outcomes und der Reduktion der dorsalen Schublade €uberlegen zu sein. €sselwo €rter: Popliteus, PosteSchlu rolaterale Ecke, hinteres Kreuzband, Larson http://dx.doi.org/10.1016/j. orthtr.2016.03.043